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Die Geschichte des Hotel Schillingshof

Ursprünglich gab es einen Bauernhof, der sog. Harrerhof, der 1832 erbaut worden war. Das zugehörige Grundstück reichte damals vom Hörnlewald über die Harrer- und Hainerstraße. Dort ging es weiter zum jetzigen Alpenhof, über die Fallerstraße, hinunter zum heutigen Schillingsweg und endete an der Schluchtbrücke.

 

In den 1980er Jahren wurde das heutige Hotel Schillingshof in neuen Gebäuden errichtet.

1897 verkaufte der Besitzer Herr Harrer das Grundstück mit Bauernhof an Herrn Dr. Eugen Schilling, u. a. Erbauer und Leiter des Augsburger Gaswerkes. Der Hof wurde zum Schillingshof. Er diente zunächst der eigentlich in
München wohnenden Familie Schilling als Sommer- und Erholungswohnsitz.

 

Nach Ende des Ersten Weltkriegs zog die Familie Schilling endgültig nach Bad Kohlgrub. Eugen Schilling widmete sich seinem Landgut Schillingshof, der Musik und vor allem der Malerei. Mit der Zeit entstanden in der Hofstatt Fremden-zimmer, die an „Sommerfrischler“ vermietet wurden.

Durch die Entdeckung des Skifahrens als Freizeitbeschäftigung wurden zunehmend auch während der Wintermonate Gäste beherbergt. Eugen Schilling starb am 4. Juli 1941 in Bad Kohlgrub und fand seine letzte Ruhe im Glockenturm der Paulus-Kirche (evangelische Kirche) in Bad Kohlgrub.

 

In der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges beherbergte seine Witwe Thekla Schilling, geb. von Tubeuf, alle überlebenden Verwandten mit ihren Familien (Hainer, Keilmann und Bestelmeyer) im Schillingshof bis sie 1949 das gesamte Anwesen in drei Teile aufteilte.

Die beiden Enkelinnen, Hertha Keilmann (geb. Bulle) und Erika Bestelmeyer (geb. Bulle) erhielten je ein Baugrundstück am jetzigen Schillingsweg und ein Waldgrundstück am Hörnle.

Der größte Grundstücksanteil am Bauernhof/Gästehaus fiel an die Enkelin Ingeborg Göricke (geb. Hainer). 1952 wurde erstmals an den ehemaligen Bauernhof angebaut und Räumlichkeiten für die ersten Moorbäder geschaffen. Ab diesem Jahr entstanden jeden Winter weitere Gebäudeteile oder bestehende wurden erweitert. Das mittlerweile zu einem bekannten Kurort gewordene Bad Kohlgrub zog viele Gäste an.

Der Schillingshof in den 80er Jahren

Im Jahre 1981 beschloss Frau Göricke (geb. Hainer), den Schillingshof mit einem Teil des Grundstücks zu verkaufen. Der neue Besitzer war Herr Willi O. Hoffmann, ehemaliger Präsident des FC Bayern München, der für das Haus das damals moderne Bauherrenmodell wählte. Von ihm erwarb die Accor Hotelgruppe das mittlerweile zu einem ansehnlichen Kurhotel avancierte Haus. Es wurde in dieser Zeit sozusagen „markenlos“ als Kurhotel Schillingshof geführt.

1987 ging der Besitz an Herrn Dieter Müller über. Es war mit zwei weiteren Resort Hotels Gründungshaus und Beginn der erfolgreichen Hotelgruppe ASTRON Hotels, mit zuletzt 60 Häusern in Deutschland und im europäischen Ausland. Das Hotel Schillingshof entwickelte sich zu einem florierenden Wellness- und Tagungshotel. Nach dem Verkauf der ASTRON Hotels an die spanische Hotelgruppe NH Hotels 2002 verblieb der Schillingshof im Besitz von Herrn Müller.

 

Er war Konzernbestandteil der neuen Motel One Hotelgruppe und wurde 2008/09 grundlegend renoviert und liebevoll ausgestattet.

Der Schillingshof heute

 

Heute liegt der Besitz des Hotel Schillingshof wieder ganz in privater Hand.

 

Im Rahmen eines sogenannten „Management buy out“ konnte das Hoteliers-Ehepaar Patricia und Randolf Thomas 2012 den Schillingshof erwerben. Nun ist es wieder ein familiengeführtes Hotel mit Schwerpunkt im Aktiv- und Tagungsbereich.

Hotel Schillingshof GmbH
Fallerstraße 11
D-82433 Bad Kohlgrub

 

Tel.: + 49 - 8845 - 70 10